Willkommen auf meinem Blog, lieber Leser, liebe Leserin!
Was erwartet dich hier?

Ich bin Theologin, katholische Theologin genauer gesagt, und Seelsorgerin in einer großen Gemeinde.
Da begegnen mir immer wieder Fragen – zum Glauben, zu Gott, zur Kirche und ihrer Politik, zum Leben an sich und überhaupt.
Manche werden so zwischen Tür und Angel gestellt, manche werden mir in Form von geballter Kritik entgegen geschleudert, von manchen würde ich mir wünschen, dass sie endlich mal wer stellt, aber irgendwie kommt es nie dazu…

Es gibt so viele interessante Themen rund ums Christsein, um die Frage, was der Glaube mit dem Leben an sich zu tun hat, und natürlich auch zu der Frage, welche Rolle da die Kirche spielt.
…Und immer ist irgendwie nicht genug Zeit dafür!

Deshalb nehme ich mir hier Zeit für all die Themen, die mir grad einfallen – und zwar nach einem unfehlbaren Ordnungssystem: Was zuerst raus will, wird zuerst geschrieben!
Mit Mut zur Lücke selbstverständlich…

Meine Leitfragen sind dabei:
Was ist mir an meinem Glauben und für mein Leben wichtig?
Was an meiner Kirche?
Was sehe ich kritisch?
Und warum halte ich das Christentum für die beste Religion der Welt – trotz allem?

Also fang ich einfach mal ganz einfach an:
Eine kleine Grundsatzerklärung mit den Begriffen aus der Überschrift:

Mein Leben – mein Glaube:
Zwei Dinge, die untrennbar zusammengehören, schon immer.
Mein Glaube als Christ ist voller Leben. Mein Leben vom Glauben nicht zu trennen.
Glaube, der nicht dabei hilft, glücklicher zu sein und besser zu leben, aus dem Vollen eben (in unserer Religionssprache heißt das „Fülle des Lebens“), hat meiner Meinung nach seinen Zweck verfehlt.
Für mich ist mein Glaube schon immer etwas gewesen, das frei macht und glücklich und reich und beschenkt und stark genug, auch Schwieriges zu ertragen undundund.

Mein Glaube – meine Kirche:
Ein etwas schwieriges Verhältnis.
Ohne meine Kirche, die katholische Kirche in Bayern, würde ich nicht so glauben, wie ich es tue. Sie ist Heimat und geistlicher Boden und Ort, andere Gläubige zu treffen.
Aber sie ist auch eine schwierige Weggefährtin, an deren Ecken und Kanten ich mir manchmal die Zähne ausbeiße und deren zähe Entwicklung mich oft mehr als ungeduldig und zutiefst müde macht. Aber so ein großes Gebilde ist halt nicht leicht zu bewegen.
Ich bin der Überzeugung, dass mein Glaube, so kritisch er auch ist, gut in diese Kirche passt.
Ob „die Kirche“ das genauso sieht? – Ich hoffe schon!

Mein Leben – meine Kirche:
Diese beiden sind eng verbunden. Vor allem, weil ich in dieser Kirche als Seelsorgerin arbeite und sie meinen Lebensunterhalt bezahlt.
Das hat interessante und manchmal auch anstrengende Folgen fürs Leben.
Fragen wie: „Was, du arbeitest für die katholische Kirche? Du schaust gar nicht so aus! Du bist doch eine attraktive, lebensfrohe Frau!“ bringen mich eher noch zum Lachen.
Wenn mir aber zum xten jemand auf einem privaten Fest, einer Geburtstagsfeier eines Freundes z.B., seine geballte Kirchenkritik ans Bein schraubt, ohne sich hinterher meine Antwort anzuhören, ist das einfach nur lästig.
Und zu merken, wie bei einem sympathischen, offenen Menschen die Jalousie runterrattert und der Blick zuschnappt, wenn er erfährt, was ich beruflich mache, ist das verletzend.
Ist das wirklich so ein Abturner, für eine Glaubensgemeinschaft zu arbeiten, die doch nur das Beste für alle will? (Auch wenn ihr das nicht immer gelingt.)
Und doch ist diese Kirche mein Lebensraum, sie gibt mir Raum, zum Leben, zum frei Sein, für die Begegnung mit tollen Menschen.

Und auch für Euch – diese tollen Menschen, denen es oft ähnlich geht wie mir –  schreib ich hier. Relativ regelmäßig hoffentlich (mindestens einmal im Monat. Das hohe Ziel wäre einmal pro Woche, aber bleiben wir mal lieber realistisch und schauen wir mal, wie es geht.).

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Ein Kommentar zu „Glauben – Leben – Kirche

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